Von da aus gelangten wir in den schönen, grünen Ilmpark. Wir merkten sofort, dass Weimar eine besondere Stadt ist. Kaum angekommen, mussten wir uns entscheiden, ob wir das Goethe- oder Schillerhaus besichtigen wollten. So gewannen wir jeweils einen guten Einblick in das Leben der beiden literarischen Bürger der Stadt. Wir sahen dort die Originalwohnungen, mit originalen Räumen, manche aber waren auch eins zu eins nachgestellte Zimmer mit ein paar originalen Möbelstücken. Uns wurde auch noch gezeigt und erzählt, dass die beiden Schriftsteller viel mehr geleistet haben, als das, wofür sie heute hauptsächlich bekannt sind. Am Abend entspannten wir uns in der EJBW, für manche von uns ging es noch in den Irish Pub, den man sehr empfehlen kann.

Am Montag machten wir eine dreistündige Stadtführung, die auf dem Marktplatz begann. Uns wurde die schöne Altstadt mit ihren vielen alten und bedeutenden Gebäuden, wie zum Beispiel dem Rathaus, in dessen Glockenturm sich alte Meißner Porzellanglocken befinden oder das Hotel Elephant, auf dessen Balkon schon viele Berühmtheiten standen, vorgestellt. Als nächstes besuchten wir die Herder - Kirche, die hinter der Statue von Johann Gottfried Herder steht. Im Inneren der Kirche befindet sich das berühmte dreiflügelige Altarbild. Auch die Gräber von fürstlichen Personen sind dort zu besichtigen. Von der Kirche aus ging es weiter auf den Friedhof, auf dem viele Berühmtheiten aus verschiedenen Epochen begraben liegen. Auch die Russisch-Orthodoxe Kapelle befindet sich auf diesem Friedhof, in der die Särge von Schiller, Goethe und der herzoglichen Familie stehen. Auch den Ilmpark sowie das Stadtschloss, die Bastille und den Wasserturm erkundeten wir. Hinterher hatten wir Zeit, uns in der EJBW Freizeitaktivitäten zu widmen. Um 19 Uhr wurden uns Vorträge über das jeweils andere Haus durch Studierenden, die diese Aufgabe vorab übernommen hatten, präsentiert, damit alle einen Eindruck von Goethes sowie Schillers Leben und Wirken bekamen.
Dienstag fuhren wir nach Buchenwald, dem ehemaligen KZ und heutiger Gedenkstätte. Die Einführung in das Konzentrationslager begann mit einem Kurzfilm über das KZ selbst. Der Rundgang umfasste die Wachtürme, um die ein hoher Stacheldrahtzaun herumliegt. Von dort aus gelangten wir zu der Gedenktafel, die eine Besonderheit hat, denn sie ist so warm wie die menschliche Körpertemperatur von 37°C. Auf ihr standen alle Nationen, deren Bürger in diesem KZ inhaftiert waren. Unser Rundgang führte weiter zum Eingangstor, dem eisernen Tor mit dem Schriftzug "Jedem das Seine". Dahinter erstreckt sich der Appellplatz. Neben dem Tor befinden sich Einzelzellen. Allerdings konnte man nur noch eine Sanitätsbaracke sehen, da die Alliierten die restlichen zerstörten. Auch ein kleiner Zoo, der extra für die SS-Männern und ihren Familien errichtet worden war, liegt in unmittelbarer Nähe zum Lager, um die Insassen des Lagers zu demütigen und ihnen zu zeigen, dass sie den Tieren allenfalls gleichgestellt seien. Auch sahen wir das Krematorium, zu dem auch ein Sezierraum der pathologischen Abteilung gehörte. Das Museum, welches viele originale Ausstellungsstücke ausstellt, besuchten wir ebenfalls. Für jeden war es prägendes Ereignis. Am Abend fiel leider unser Theaterstück „Nathan und seine Kinder“ aus, so hatten wir den Abend frei.
Am Mittwoch sahen wir uns als erstes das Weimarhaus an. In den verschiedenen Räumen wurde mit Audiodateien und interaktive Darstellungen die Geschichte von Thüringen und Weimar von Anbeginn an erzählt. Nach dem Besuch durfte sich jeder Exkursionsteilnehmer noch ein Museum aussuchen, das er besuchen sollte. Der Großteil entschied sich, in die Parkhöhle zu gehen. Die Höhle besteht aus einem alten Stollensystem, das unter Natur- und Denkmalschutz steht. Um 19 Uhr ging es in das Deutsche Nationaltheater zu den "Comedian Harmonist", die ihr 20. Inszenierungsjubiläum feierten. Manchen von uns gefiel die Vorstellung, manchen nicht. Das ist aber auch Geschmackssache. Viele von uns ließen den letzten Abend noch für ein paar Stunden in der Havannabar ausklingen.
Donnerstag fuhren wir um 9 Uhr von Weimar leider ab, zurück nach Königs Wusterhausen, wo wir um 13 Uhr ankamen. Man kann definitiv sagen, dass die Weimarexkursion jedem Studierenden sehr gefallen hat, auch, dass jeder Teilnehmer sie wiederholen würde. Wir hoffen, dass wir wieder so viel Spaß, schöne Erfahrungen und Erkenntnisse in 2 Jahren in Weimar haben werden. Fazit: Es war eine schöne und informative Fahrt.L. Leitermann 11/1
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