Goldener Käfer im Elektronenmikroskop 


Wie ein modernes Rasterelektronenmikroskop (REM) funktioniert, erfuhren kürzlich Studierende des Biologiekurses 11 im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften der TH Wildau.

Prodekan Professor Dr. rer. nat. Siegfried Rolle erläuterte anschaulich, wie im REM ein Elektronenstrahl erzeugt, Elektronen beschleunigt und gebündelt werden, ehe sie dann auf die zu untersuchende Probe treffen, die sie zeilenweise rastern. So entsteht auf dem Monitor ein Hell-Dunkel-Bild des Präparats – in bis zu 1 000 000facher Vergrößerung.

Das Arbeiten mit einfachen Schülermikroskopen gewohnt, waren die Studierenden nicht nur vom Gerät selbst und seinen Vergrößerungsmöglichkeiten fasziniert. Beeindruckend war für sie die hohe Tiefenschärfe, mit der Körperteile eines Rüsselkäfers – zuvor durch Bedampfung mit Gold präpariert – sichtbar wurden.

Dr. rer. nat. Martin Burger machte die Studierenden in seinem Seminar mit modernen Verfahren der Metallurgie, mit denen Proben für die Mikroskopie hergestellt werden, vertraut.

Einen interessanten Abschluss der Veranstaltung bildete die Campusführung von Mitarbeiterin Katja Sohn. Die Studierenden erhielten dabei neben Informationen über aktuelle Studiengänge die Möglichkeit, sich in der TH-Bibliothek als Nutzer anzumelden sowie moderne Labore und Vorlesungsräume zu besichtigen.

(11/19bw)

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